Das Fach Deutsch spielt in der Marienschule eine große Rolle.

Es ist ein wichtiger Baustein unseres Schulprogramms, insofern, als dass wir in der Jahrgangsstufe 5 und in der Jahrgangsstufe 6 entgegen der Rahmenrichtlinien der Stundentafel SchulG mehr Deutschstunden erteilen. 6 Wochenstunden statt 4 Wochenstunden im 45 Minuten Takt. Da wir seit 2014/15 den  60 – Minuten – Takt eingeführt haben, sind es in der Erprobungsstufe 4 Wochenstunden Deutsch a 60 Minuten.

Am Ende der Sekundarstufe I wird von unseren Schülerinnen und Schülern erwartet, dass sie bestimmte Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse besitzen.

Diese versuchen wir durch o.g. Schwerpunkte besonders zu fördern als aber auch durch:

  • Das Prinzip „Jede Stunde eine Deutschstunde“ in den anderen Fächern
  • Die Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler
  • Motivation von Schülerinnen und Schülern zur Teilnahme an Wett­bewerben (in Klasse 6 der  Lesewettbewerb)
  • Regelmäßige Theaterbesuche

Förderung von Schülerinnen und Schülern mit fachlichen Defiziten

  • Integrierte Binnendifferenzierung
  • 1 WStd. eigenverantwortliches  Rechtschreib- /Grammatiktraining in Klasse 5
  • 1 WStd. Förderunterricht in M/E/D in Klasse 6
  • je 1 WStd. LRS-Förderunterricht in 5 und 6
  • 1 WStd. Förderunterricht in M, D, E in Klasse 8,
  • in Klasse 10 Lernstudio 1 Stunde in Deutsch, Mathematik und Englisch, Schüler entwickeln hier ansatzhaft Selbstdiagnosekompetenzen

Leistungsbewertung im Fach Deutsch

1. Hausaufgaben:

Die Fachkonferenz Deutsch sieht Hausaufgaben als notwendige Ergänzung der schulischen Arbeit, die im Unterricht geleistet wird.

Die Schüler/innen sind zur Anfertigung von Hausaufgaben verpflichtet.

Hausaufgaben im Fach Deutsch dienen der Festigung und Sicherung des im Unterricht Erarbeiteten, dienen aber auch der Vorbereitung neuer Aufgaben und fordern insofern die selbstständige Auseinandersetzung mit begrenzt neuen Inhalten.

Die Aufgabenformate bzw. Aufgabentypen sollen klar, eindeutig und schriftlich formuliert werden, ebenso die Verwendung von  Arbeitstechniken als auch die zu nutzende Literatur.

Hausaufgaben differenzieren sich in schriftliche Formate, aber in auch mündliche Aufgabentypen bzw. in Rechercheaufträgen.

Die zeitliche Dimension von Hausaufgaben entspricht dem des Hausaufgabenerlasses.

Hausaufgaben werden nicht benotet, fließen aber mit den Kriterien Sorgfalt, Kontinuität , Qualität und Quantität in die Note „Sonstige Mitarbeit“ ein.

2. Transparenz der Leistungsbewertung gegenüber Eltern und Schülern

Die Schüler bzw. Eltern werden über ihren Leistungsstand informiert:

a. bei schriftliche Arbeiten:

  1. durch einen Bewertungsrückmeldebogen zu Klassenarbeiten, in dem folgende Punkte transparent gemacht werden:
    • der Erwartungshorizont anhand von Musterlösungen
    • die zu erreichende Punktzahl und die individuell erreichte Punktzahl
    • die Art und Gewichtung der Punktevergabe in Inhaltsleistung, Darstellungsleistung, Form
    • die zu bewertenden Kriterien innerhalb der Darstellungsleistung
    • der individuelle Fehlerquotient (Rs/Z,Gr) 
  2. durch schriftliche Individualkommentare zu auffallenden Regelverstößen und damit verbundenen individuellen Förderhinweisen
  3. durch individuelle positive Rückmeldekommentare zur Leistungsentwicklung
  4. über die prozentualen Notengrenzen
  5. über den Klassennotendurchschnitt

b. im Bereich „Sonstige Mitarbeit“:

  1. durch eine Gesamtnote „SoMi“ unter jeder Klassenarbeit ( fakultativ)
  2. durch eine Gesamtnote „SoMi“ auf dem Rückmeldebogen
  3. durch mündliche Mitteilung an die SuS
  4. bei Elternsprechtagen an die Eltern
  5. als Einzelnote zu Tests, Referaten, Lesetagebüchern, Portfolioarbeiten

3. Bewertung von Gruppenarbeiten

Die Leistungsbewertung setzt sich zusammen aus einer Teilnote für das Gruppenresultat als auch aus einer Individualnote für jede einzelne Schülerleistung. Diese Noten sind prozessorientiert, d.h., es wird nicht nur das reine Gruppenendergebnis bewertet, sondern die Schüleraktivität bzw. –leistung während der gesamten Gruppenarbeitsphase. Hierzu zählen :

  • kooperatives Arbeiten
  • Diskursfähigkeit
  • Innovationsfähigkeit
  • Kreativität im Problemlösen
  • Präsentationsfertigkeit

Curriculare Vorgaben

Deutsch -Kernlehrpläne

  • Die rechtlich verbindlichen Grundsätze der Leistungsbewertung sind im Schulgesetzt (§48 SchulG) sowie in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I (APO-SI § 6) dargestellt.
  • Während die „Sonstigen Leistungen im Unterricht“ sowie die „Schriftlichen Arbeiten“ bei der Leistungsbewertung den gleichen Stellenwert besitzen, dürfen die Ergebnisse der Lernstandserhebungen lediglich ergänzend und in angemessener Form Berücksichtigung finden.
  • Die Leistungsbewertung bezieht sich immer auf die Im Zusammenhang mit dem Unterricht erworbenen Kompetenzen.
  • Die Kriterien für die Notengebung ist den Schülerinnen und Schülern transparent zu machen.
  • Die jeweilige Überprüfungsform muss den Schülerinnen und Schülern Erkenntnisse über deren individuelle Lernentwicklung ermöglichen.
  • Für den Lernfortschritt wichtig ist es, bereits erreichte Kompetenzen den Schülerinnen und Schülern zu verdeutlicht und ihrem individuellen Lernstand entsprechend zum Weiterlernen zu ermutigen.
  • Die Note im Fach Deutsch setzt sich aus folgenden Teilnoten zusammen:

Schriftliche Klassenarbeiten

  • Bei den Klassenarbeiten werden entsprechend den Kernlehrplänen unterschiedliche Aufgabentypen geplant und durchgeführt:
    • In den Klassen 5-7   à sechs Arbeiten
    • In der Klasse 8   à fünf Arbeiten
    • In den Klassen 9-10 à vier Arbeiten
    • Nur in begründeten Ausnahmefällen soll sich mehr als eine KA innerhalb eines Schuljahres auf ein und denselben Aufgabentyp beziehen.
    • In der Klasse 8 werden zusätzlich Lernstandserhebungen   durchgeführt. Die Ergebnisse fließen in die Note des 2. Halbjahres ein, wenn der Schüler zwischen zwei Noten steht.
    • Die Bewertung der Verstehensleistung und die der Darstellungsleistung erfolgt mit Hilfe eines Korrekturbogens.

Für alle Klassenarbeiten gilt, dass von Beginn an nicht nur die Richtigkeit der Ergebnisse und die inhaltliche Qualität, sondern auch die angemessene Form der Darstellung wichtige Kriterien für die Bewertung sind. Dazu gehört auch die Beachtung der angemessenen Stilebene, der korrekten Orthographie und Grammatik.

  • Die Zensierung der Klassenarbeiten erfolgt nach folgenden Grundsätzen:
    • Inhalt (+Gd)                                                  
    • Sprache (A,Sb,W) / FQ (R,Z,Gr)                   

Die schriftlichen Leistungen (Teil I) und die Leistungen der „Sonstigen Mitarbeit“ (Teil II) fließen in den Klassenstufen 5-10 in einem Verhältnis von 50% : 50% in die Gesamtnote ein. Am Ende der Klasse 10 wird eine Vornote aus allen Leistungen des Schuljahres erteilt, aus der sich dann zusammen mit der Beurteilung der zentralen Abschlussprüfung die Endnote ergibt. (1:1)

Konzept zur Leseförderung

Wann

Wo

Was

Bezug zu den Kernlehrplänen

Klasse 5

Deutschunterricht

-          Unterrichtsreihe (U- Reihe) „Wir und unsere neue Schule“ (Geschichten)

-          -U-Reihe „Briefe“

-          U-Reihe „Märchen“

-          U-Reihe „Rund ums Buch“

-          U-Reihe „Gespenstergeschichten“

-          U-Reihe „Tierbeschreibungen

-          U-Reihe „Gedichte“

-          -U-Reihe „Duden“

-          „Antolin“

Die Schülerinnen und Schüler....

... lesen flüssig,

…formulieren persönliche Briefe,

... verstehen kürzere Erzählungen, Jugendbücher und Ausschnitte aus lit. Ganzschriften,

…nutzen Informationsquellen (z.B. „Schülerlexika“)

…setzen sich ein Schreibziel und wenden elementare Methoden der Textplanung, Textformulierung (z.B. Notizen) und Textüberarbeitung (Schreibkonferenzen) an,

bauen ein zusammenhängendes Textverständnis auf,

... entnehmen Sachtexten Informationen und nutzen sie.

Klasse 5

Lernen lernen

-          Markieren und Strukturieren von Texten

-          Informationen sammeln

 

Die Schülerinnen und Schüler...

... verfügen über die grundlegenden Arbeitstechniken der Texterarbeitung,

... nutzen Informationsquellen,

... entnehmen Sachtexten Informationen (...).

Klasse 6

Deutschunterricht

-          Vorbereitung auf den Lesewettbewerb

-          Verpflichtende Buchvorstellung

-          Lektüre im Unterricht

-          U-Reihe „Fabeln“

-          U-Reihe „Lügengeschichten und Schelmenstreiche“

-          Thema „Gedichte“

-          -„Antolin

Die Schülerinnen und Schüler....

... unterscheiden informationsentnehmendes und identifikatorisches Lesen, sie erfassen Wort- und Satzbedeutungen, satzübergreifende Bedeutungseinheiten und bauen (.....) ein zusammenhängendes Textverständnis auf,

... erfassen Inhalt und Wirkung von medial verfassten jugendspezifischen Texten,

... unterscheiden einfache liter. Formen, erfassen deren Inhalte und Wirkungsweisen,

... verstehen kürzere Erzählungen, Jugendbücher und Ausschnitte aus lit. Ganzschriften,

... sprechen deutlich und artikuliert und lesen flüssig,

... sprechen gestaltend.

 

Klasse 6

Lernen lernen

-          Markieren und Strukturieren von Texten

-          Lesetechniken (5-Gang-Lesetechnik)

-          (Sach-)texten Informationen entnehmen

Die Schülerinnen und Schüler...

... verfügen über die grundlegenden Arbeitstechniken der Texterarbeitung,

... nutzen Informationsquellen,

... entnehmen Sachtexten Informationen (...),

... wenden einfache Verfahren der Textuntersuchung und Grundbegriffe der Textbeschreibung an.

Klasse 7

Deutschunterricht

-          Verpflichtende Buchvorstellung

-          Lektüre im Unterricht

-          U-Reihe „Balladen“

Die Schülerinnen und Schüler ...

erstellen ein Portfolio,

... verfügen über Strategien und Techniken des Textverstehens,

...untersuchen und bewerten Sachtexte, Bilder im Hinblick auf Intention, Funktion und Wirkung,

...verwenden textimmanente Verfahren zur Erschließung altersgemäßer literarischer Texte,

...verstehen längere epische Texte,

... setzen sprechgestaltende Mittel bewusst ein,

... tragen Texte sinngebend, gestaltend (auswendig) vor,

... erschließen sich lit. Texte in szenischem Spiel und setzen dabei verbale und non-verbale Ausdrucksformen ein.

Klasse 7

Leseförderung    (1 Stunde pro Woche, ein Halbjahr)

 

Die Schülerinnen und Schüler ...

... verfügen über Strategien und Techniken des Textverstehens,

... setzen sprechgestaltende Mittel bewusst ein,

... tragen Texte sinngebend, gestaltend (auswendig) vor.

Klasse 8

Deutschunterricht

-          U – Reihe „Texte verstehen und erschließen“

-          Lektüre/Ganzschrift

-          Referatgestaltung

-          U-Reihe „Erzählungen“

-          U-Reihe „Zeitung“

-          „Antolin“

-           U – Reihe „Arbeitswelt /

-          Betriebspraktikum“

 

Die Schülerinnen und Schüler ...

... untersuchen und bewerten Sachtexte, Bilder und diskontinuierliche Texte  im Hinblick auf Intention, Funktion und Wirkung,

... verwenden textimmanente Verfahren zur Erschließung altersgemäßer literarischer Texte,

…untersuchen Texte audiovisueller Medien,

...verstehen längere epische Texte,

... nutzen Bücher und Medien zur Informationsentnahme, ordnen Informationen.

Klasse 9

Deutschunterricht

-          U- Reihe „Das Drama“

-          U-Reihe „Liebeslyrik“

-          Lektüre

-          Kurzgeschichten

Die Schülerinnen und Schüler ...

... verfügen über Strategien und Techniken des Textverstehens und wenden sie weitgehend selbständig an,

... sie verstehen und erschließen dramatische Texte ,

... wenden erweiterte Strategien und Techniken des Leseverstehens an,

…nutzen weitgehend selbstständig Bücher und Medien zur Recherche und berücksichtigen zunehmend fachübergreifende Aspekte,

... verstehen altersstufengemäße lyrische und epische Texte.

Klasse 10

Deutschunterricht

-          Projekt Buchvorstellung

-          U-Reihe Kurzgeschichten

-          U-Reihe Texte erschließen

-          ZP-Vorbereitungen

-          Lektüren

Die Schülerinnen und Schüler ...

... wenden erweiterte Strategien und Techniken des Textverstehens weitgehend selbständig an,

…nutzen selbstständig Bücher und Medien zur Recherche und berücksichtigen zunehmend fachübergreifende Aspekte,

... verstehen altersstufengemäße lyrische, dramatische und epische Texte.