Die Gründung als Volksschule

1848 wurde die Steinkohlezeche Mariagrube gegründet. 1853 betrug die Belegschaft der Grube schon 265 Mann. Die Grubenverwaltung ließ deshalb zwanzig Arbeiterwohnungen bauen, nachdem bereits einige Geschäftsleute in der Nähe ihre Häuser errichtet hatten. Schnell entstand die Notwendigkeit, eine Kirche und eine Schule für die Kinder der Bergleute zu errichten. In den Jahren 1867/68 wurde mit dem Bau der Kirche und des ersten Schulhauses begonnen. Das Schulgebäude wurde 1876 fertiggestellt und kostete 6055 Taler. Am 1. November 1867 wurden die ersten Schülerinnen und Schüler eingeschult. 1907 ging der Hauptlehrer Matthias Josef Kummer (1848-1918) in den Ruhestand. Er war auch der erste Dirigent der Polyhymnia, des Mariadorfer Gesangvereins.

 

Die Remilitarisierung des Rheinlandes wurde am 1. Juli 1930 auf dem Schulhof als Befreiungsfeier veranstaltet.

Zum Schuljahr 1934/35 wurden alle Lehrer auf den Führer Adolf Hitler vereidigt. Das gesamte Kollegium war Mitglied im Nationalsozialistischen Lehrerbund.

1944 war oft schulfrei wegen der vielen Tieffliegerangriffe. Ein Großteil der Kinder war sowieso in den Osten verschickt worden.

Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg

Am 31. August 1945 nahm die Volksschule mit vier Lehrern und 315 Schülern wieder den Betrieb auf.

1968 wurde die Marienschule zum 100-jährigen Jubiläum in eine Hauptschule umgewandelt.

1984 wird über den Abriss des Gebäudes diskutiert

1997 plante man an dieser Stelle einen Kirmesplatz zu errichten. Aber es setzte sich nach erheblichen Protesten des Bürgervereins Mariadorf die Meinung durch, dass zumindest das Vordergebäude einen "stadtbildprägenden Charakter" habe und deshalb erhalten und für neue Zwecke genutzt werden könne, z.B. Wohnungen, Bücherei, kulturelle Begenungsstätte (AZ 15.03.1997).