27./28. Januar 2014

Zeitung lesend sitzt Alexander Feid zu Beginn der Projekttage der Jahrgangsstufe 10 (27./28.01.2014)  den Schülerinnen und Schülern gegenüber.  Die warten gespannt auf das, was denn wohl passieren mag. Einige fangen an zu kichern, andere miteinander zu flüstern. Der Fachmann für Prozessoptimierung und Systemtraining der Firma Dachser liefert ihnen zu Anfang ein Beispiel für Kommunikation, auch wenn es nicht-sprachlicher Natur ist, aber durchaus eine Botschaft enthält.

Damit befindet man sich schon mitten im Thema des nun folgenden Projekttages: Es geht um Kommunikationstraining, speziell um Telefontraining, für das Alexander Feid und sein Mitstreiter Marvin Roushanzanir, zurzeit in der Ausbildung zum Kaufmann für Spedition- und Logistikdienstleistung, Fachleute sind. Mit Hilfe einer Telefonanlage, die den nachfolgenden Rollenspielen  möglichst viel Authentizität verleihen soll, geht es nach einer kurzen Einführungsphase zum Aufbau eines Telefongesprächs in die Phase der Bewährung:

-        Wie bekomme ich noch am gleichen Tag einen Termin  bei einem Mechaniker, der mir den Roller repariert?

-        Wie  schaffe ich es, den Oberstufenkoordinator einer weiterführenden Schule zu einem Gesprächstermin nach 18.00 Uhr zu überreden? 

-        Wie überzeuge ich den Chef einer Casting-Agentur davon, dass er mich noch vorsprechen lässt, obwohl die Anmeldefrist schon längst überschritten  ist?

Die Schüler und Schülerinnen schlüpfen sowohl in die Rolle der Vertreter der Arbeitswelt als auch in die der Bittsteller. Manchmal übernehmen Herr Feid und Herr Roushanzanir überraschenderweise die Rollen der Gesprächspartner und versuchen, die Schüler und Schülerinnen aufs Glatteis zu führen. In der anschließenden Analyse nehmen die dann Stellung zu dem, was sie erlebt haben („Mensch, war ich nervös!“); die Möglichkeit, Telefonate noch einmal abzuhören, erleichtert dabei die Bewertung.  „Hast du am Telefon gelächelt?“, fragt Alexander Feid eine Telefonteilnehmerin. „Wenn ihr eine aufrechte Körperhaltung habt, klingt ihr wesentlich sicherer. Und wenn ihr zudem noch am Telefon lächelt, kommt ihr viel freundlicher rüber“,  das sind wichtige Lehren, die Alexander Feid den Probanden mit auf den Weg geben kann.

Neben scheinbaren Selbstverständlichkeiten wie Höflichkeit und einem ‚Danke schön‘ am Ende des Gesprächs haben die Schülerinnen und Schüler viel Praktisches gelernt: „Habt immer einen Zettel zur Hand, um  Wichtiges zu notieren, unter anderem auch den Namen des Gesprächspartners, den man dann auch im Gespräch  gebrauchen sollte!“ Dass aber in einem Telefonat auch immer Emotionen transportiert werden, war wohl die wichtigste Erkenntnis  an diesem Tag. Das anschließende Meinungsbild der Schüler und Schülerinnen war überaus positiv: „Der Projekttag war toll, wir haben viel gelacht und trotzdem ganz viel gelernt.“

Vielen Dank Herr Feid und Herr Roushanzanir.