5. Mai 2015

Die Berufsstraße der Marienschule informierte über eine Karriere mit Lehre.

Oft weiß der eine oder andere Schüler noch nicht, wie es beruflich nach der Schule weitergehen soll. Viele gehen einfach weiter zur Schule, weil man das ja schließlich nicht anders kennt. Aber es gibt noch andere Möglichkeiten, die vielleicht mehr Spaß machen und trotzdem die gleichen Möglichkeiten bieten, später einen höheren  Abschluss zu erreichen - und das erste eigene Geld zu verdienen.

Wieso entschließen sich Realschülerinnen und -schüler mit guten Abschlüssen und Qualifikationsvermerk eine klassische Lehre zu machen? Dieser Frage sind wir in der Berufsstraße am 5. Mai nachgegangen.

Nachdem unsere 9.-Klässler im Januar an einem dreiwöchigen Betriebspraktikum teilgenommen haben und ein Bewerbungscoaching mit externen Experten durchlaufen haben, hieß es jetzt weitere Berufsfelder kennen zu lernen und Kontakte zu Unternehmen aus der Region zu knüpfen. Dabei wurden sie von ihren Eltern begleitet, die immer noch die wichtigsten Bezugspersonen bei der Berufswahl sind.

 

Frau Faßbender von der IHK Aachen und Herr Grohé, Berufswahlkoordinator der Marienschule, führten die Schülerinnen und Schüler in das Themenfeld Karriere mit Lehre ein.

Zum einen ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt im Moment sehr günstig für Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss. Aufgrund des Facharbeitermangels werden junge Leute gesucht, die eine Berufsausbildung machen wollen. Es gibt eine breite Palette von ca. 350 Ausbildungsberufen, aus denen gewählt werden kann.

Dass es nicht unbedingt sinnvoll ist weitere drei Jahre zur Schule zu gehen, um vielleicht einen höheren Berufsabschluss zu bekommen, kann man daran sehen, dass oftmals das Abschlusszeugnis der Realschule einen schlechteren Notenschnitt hat als der des Abiturzeugnisses. In diesen drei Jahren hätte der Schüler in einer Berufsausbildung mehr positive Erfahrungen machen und dazu noch einen höheren Abschluss erwerben können.

Mittlerweile macht mehr als die Hälfte eines Jahrgangs Abitur oder Fachabitur.  Allerdings ist auch die Zahl der Studienabbrecher gestiegen.  An dem Abend ging es auch darum aufzuzeigen, dass ein weiterer Schulbesuch nicht unbedingt zu besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt führt. Die duale Berufsausbildung ist also keine Sackgasse.

In 13 Klassenräumen konnten sich die Schülerinnen und Schüler nach dieser Einführung in kleinem Kreis über ein weites Spektrum verschiedenster Berufsfelder informieren. Es waren zahlreiche Auszubildende und junge Berufsanfänger anwesend (z.T. Ehemalige unserer Schule), die aus erster Hand von ihrer Ausbildung berichten konnten.

Vertreten waren

  • der öffentliche Dienst mit Verwaltungsfachangestellten und Beamten in der Zollverwaltung,
  • klassische Handwerksberufe wie Tischler und Koch,
  • Berufe im sozialen Bereich wie Erzieherin und Altenpfleger,
  • technische Berufe wie Mechatroniker, Anlagemechaniker, Elektroniker für Geräte und Systeme und Berufsfeuerwehrmann,
  • Berufe aus dem Dienstleistungssektor wie Bankkaufleute, Restaurantkaufleute und medizinische Fachangestellte
  • und Mediengestalter

Jeder Schüler und jede Schülerin hatte die Gelegenheit zwei oder drei Berufsfelder kennen zu lernen. So konnten in den Gesprächen Kontakte geknüpft  und Schnupperpraktika vereinbart werden.

Insgesamt konnte nicht nur von den Schülerinnen und Schülern sondern auch von den anwesenden  Ausbildern eine positive Bilanz gezogen werden. Wir bedanken uns bei unseren Kooperationspartnern Matuschek und St.Anna, den Unternehmen der Region Walbert & Schmitz, Team Steffen, Continental, der DEHOGA Nordrhein, dem Praxisteam Dr. Mester/Exner, der Sparkasse Aachen, dem Hauptzollamt und last not least der Stadt Alsdorf, die mit großem Aufgebot anwesend war.