24. November 2017

Der „Crash Kurs NRW“ ist ein Verkehrsunfallpräventionsprogramm für junge Erwachsene, bei dem u. a. die Polizei NRW die Schulen im Rahmen ihrer Mobilitätserziehung unterstützt. Das Programm richtet sich speziell an Jugendliche ab der Klasse 10, da der Anteil von jugendlichen Verkehrsteilnehmern bei den Verursachern schwerer Verkehrsunfälle überproportional hoch ist.  Im Unterricht werden die Schüler und Schülerinnen darauf vorbereitet, was sie in der Bühnenveranstaltung erwartet.

Polizeibeamte, Feuerwehrleute, Rettungssanitäter, Notfallseelsorger, Angehörige und Opfer berichten darin von ihren Erfahrungen und Erlebnissen bei Unfällen, an denen junge Menschen beteiligt waren. Sie zeigen Bilder oder Videos von Unfallstellen und erzählen, was dort für ein Unfall geschehen ist. Wie sie sich bei der Erstversorgung oder dem Überbringen einer Todesnachricht gefühlt haben, welche Aufgaben sie hatten. Was dieser eine vorgestellte Unfall mit ihnen macht bzw. gemacht hat.

Alle Akteure sind Profis in ihrem Beruf, erledigen ihre Arbeit checklistengetreu, soviel ist klar. Aber sie sind auch Menschen, Väter, Mütter, Geschwister und haben eigene Familien. Und eines lässt sie nicht kalt: Wenn Jugendliche bzw. junge Erwachsene so schwer verletzt sind, dass sie nicht mehr helfen können.
Alle versuchen zu vermitteln, dass Verkehrsunfälle in den fast immer Fällen nicht einfach so passieren, sondern verursacht werden, weil Regeln missachtet wurden. Und genau deshalb sind Unfälle vermeidbar…
Während und nach der Veranstaltung stehen Seelsorger zur Betreuung bereit, falls einzelne Teilnehmerinnen und Teilnehmer betroffen den Raum verlassen. Im Anschluss an die Veranstaltung wird ausreichend Zeit für Gespräche eingeplant, um das Gehörte zu verarbeiten.

Wie jedes Schuljahr wurde diese Veranstaltung auch in diesem Schuljahr sorgfältig und verantwortungsvoll in Kooperation mit der Polizei NRW an der Marienschule durchgeführt.