Unter der Leitung von Frau Rombach wurden seit Gründung der Schule jedes Jahr Theaterstücke aufgeführt. Die Theater AG wird seit ihren Anfängen von der AG Rund ums Theater unter der Leitung von Frau Eischet unterstützt. Die Schülerinnen und Schüler, die bereits entlassen wurden haben sich mit einigen Lehrerinnen und Lehrern in einer weiteren Theatergruppe unter dem Namen K.U.L.T organisiert. Auch von dieser Gruppe wird jedes Jahr ein Stück aufgeführt.

In diesem Jahr führt die Theater AG ein selbstgeschriebenes Stück auf. Auf der Grundlage des allseits bekannten Märchens der Gebrüder Grimm ist eine Geschichte entstanden, die auch schon im Kino zu sehen war. Die Erforschung der Vorgeschichte zu Dornröschen fand allgemeines Interesse und im Laufe vieler Monate erblickte unser aktuelles Stück das Licht der Theaterwelt. Die benötigten Rollen wurden den 18 Schauspielerinnen und Schauspielern angepasst bzw. für sie erfunden. Und nun ist es soweit: Die AG rund ums Theater schuftet Tag und Nacht an Bühnenbild und Requisite, Kostüme liegen noch halbfertig unter der Nähmaschine, die Lichttechnik schart mit den Füßen, aber unterrichtsbedingt können noch nicht alle miteinander üben!

Am Freitag ist es dann endlich so weit: Die Premiere ist da!! Wir laden alle Fans der Theater AG und die, die es werden wollen, zu einem lustigen Abend ein! Wer meint, Dornröschen zu kennen, der sollte offen für Neues sein! Natürlich gibt es in unserm Stück König, Prinz und Prinzessin, aber  die Dornenhecke spielt eine eher untergeordnete Rolle. Dafür gibt es einen sprechenden Baum, jede Menge Elfen, Feen, Käfer und äußerst unterhaltsame Eufeen. Neugierig geworden?   Dann sofort Karten kaufen: in jeder Pause im Forum der Marienschule oder telefonisch reservieren über das Sekretariat.  Bis dann im Fabelwald….

Krabat von Otfried Preußler ist seit Jahrzehnten eine der bekanntesten klassischen Schullektüren. Der Roman, der auf Grundlage einer Volkssage aus der Lausitz geschrieben wurde, bleibt dauerhaft in Erinnerung. Die einen finden ihn spannend, magisch und lehrreich, die anderen düster und erschreckend. 2008 wurde Krabat verfilmt und lief sehr erfolgreich im Kino.

Die Hauptfigur Krabat gerät in die Fänge der schwarzen Magie, ist gefesselt an die Mühle im Koselbruch, kann ihr nicht entfliehen Am Ende gelingt es ihm jedoch durch eigene Willenskraft und mithilfe treuer Freundschaft und Liebe, sich und andere zu befreien.

Besuchen Sie uns in unserer Mühle und erleben Sie das Los der Müllerburschen: harte Arbeit, schwarze Magie, ursprüngliches Dorfleben, Freundschaft, Vertrauen und Liebe.

Seit vierhundert Jahren leben die Menschen in einem kleinen Städtchen (das überall liegen könnte) unter der Herrschaft eines grausamen Drachens. Jahr für Jahr opfern sie ihm eine junge Frau. Elsa, die Tochter der Archivarin, ist die nächste, die dem Drachen zu Diensten sein muss, aber das Angebot, den Drachen zu töten, das Lanzelot, ein unbekümmerter Fremdling ihr macht, versetzt sie in Angst. Denn der Drache ist sehr mächtig und gewitzt in lang erprobter Kriegsführung.  

Soweit der Beginn einer alten Geschichte von Drachen, Helden und Jungfrauen. Doch steckt mehr dahinter als ein Märchen, es geht um die Freiheit des Menschen und darum, dass zu oft jemand diese Freiheit beschneidet und wir das einfach so hinnehmen…

der Beitrag unserer Theatergruppe zu den Schultheatertagen 2012

Am 30. Mai 2012 haben über 200 Jungen und Mädchen aus verschiedenen Schulen das Stück EXIT im Space des Ludwig-Forum ausgesprochen gebannt verfolgt, vom Anfang bis zum Ende. 
Aus guten Gründen!!! 

Was zu Beginn daherkam wie eine lockere, scheinbar unzusammenhängende Collage von einzelnen Szenen, entpuppte sich zum Schluss als gekonntes Gesamtpuzzle, das den Spannungsbogen bis zu guter Letzt aufrechterhalten konnte. 
Auch die Thematik von EXIT mit ihren vielfältigen Anspielungen auf Alltagswelt, Sinnfindung, gesellschaftliche „Aneckpunkte“, eigene Standortbestimmung und mögliche Krisen im Leben der Teenies sowie deren (Schein)-Lösungen scheint irgendwie den Nerv des Auditoriums getroffen zu haben. 
Hier konnte man den Gesichtern im Publikum deutlich anmerken, dass fast jeder auf die ein oder andere Weise mitfühlte, manchmal betroffen, manchmal erstaunt, manchmal einfach nur aufmerksam und still.
Und nun zu den Akteuren: Für eine Premiere hielten sich die kleinen Patzer und Texthänger in Grenzen, und zur Not war ja auch noch Christina als Souffleuse da. Aber was die Siebt- bis Zehntklässler hier an echter Spielfreude abgeliefert haben ist einfach toll. Und einige der jungen SchauspielerInnen zeigen eine schier unglaubliche Bühnenpräsenz – kraftvoll und absolut überzeugend. Das war auch der Grund für so manch verdienten Zwischenapplaus. 
Richtig gut war auch die Inszenierung: zügiger Szenenwechsel, angemessen sparsame Requisite, prima Soundtracks und einige Ideen, die große professionelle Bühnen nicht besser hätten umsetzten können – ich denke hier besonders an die durchgängigen Chat-Szenen, die als anonyme Schattenrisse hinter einer Leinwand präsentiert wurden – ein erstklassiger dramaturgischer Einfall. 
Zum Schluss noch ein richtig dickes Lob für all die unsichtbaren Geister dieser Aufführung. Ich meine natürlich sämtliche Damen und Herren vom Theatertross und von der Licht- und Tontechnik einerseits, aber auch Frau Eischets unermüdliche Krabbelgruppe, die fürs Malen, Basteln, Schleppen und Kulissenschieben zuständig ist.
Alles in allem fand ich diese Aufführung sehr gelungen und die meisten Zuschauer – dem langen Schlussapplaus nach zu urteilen – auch.